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Bestände - Nachlässe

NL 8 Orgeldinger, August (1866-1941)

Beschreibung des Bestandes

Der Bestand wurde gegliedert in Biographisches Material, Notizbücher und Predigten, Unterlagen zu Religionsunterricht, Kinder- und Jugenderziehung, Unterlagen zum Vereinswesen, Korrespondenzen, Sammlungen und Fotos sowie Fremdprovenienz.
Den größten Teil des Nachlasses nehmen die Korrespondenzen ein. Orgeldinger stand seit seiner Zeit als Präfekt im Studienseminar Aschaffenburg in engem Kontakt mit dem späteren Bamberger Erzbischof Jakobus von Hauck (1861-1943) und konnte eine große Serie von Briefen erhalten (v.a. 1894-1933; nach 1933 nur noch wenige Briefe). Außerdem hatte er regen Briefwechsel mit seiner Familie, v. a. mit dem Bruder Pfarrer Anton Orgeldinger, sowie seinen Mitbrüdern aus seiner Würzburger Priesterseminarszeit. Seine Schüler aus den Nürnberger Gymnasien, von denen nicht wenige ebenfalls Priester wurden, blieben oft über Jahre hinweg mit ihm in Kontakt. Hingewiesen sei hier auf die Briefserien aus dem Ersten Weltkrieg sowie die Korrespondenz von Artur Landgraf (1895-1958) und Josef Schneider (1906-1998). Darüber hinaus sind auch Briefe von Schülereltern erhalten, die u.a. Aufschluss über den Religionsunterricht geben.
Der Bestand wurde 1999 geordnet und umfasst 3 Regalmeter mit 83 Verzeichnungseinheiten.

Biographie

August Orgeldinger wurde am 02. September 1866 in Wörth a. Main (Diözese Würzburg) geboren. Am 01.August 1889 wurde er in Würzburg zum Priester geweiht. Orgeldinger war zunächst Kaplan in Thulba, ab 1890 Stadtkaplan und Religionslehrer an der Realschule in Schweinfurt. Seit 1891 war Orgeldinger zusammen mit Jakob Hauck (1861-1943) Präfekt im k. Studienseminar in Aschaffenburg und Religionslehrer an der Realschule.1901 wechselte er in das Erzbistum Bamberg und wurde Gymnasialprofessor und Offiziator an den beiden humanistischen Gymnasien in Nürnberg. Seit 1908 war er ausschließlich am Neuen Gymnasium in Nürnberg tätig und war zugleich Rektor der St. Klarakirche, wo er maßgeblich an den Restaurierungsarbeiten von 1928-1931 beteiligt war. Zum 01. April 1932 trat er in den Ruhestand und lebte bis zu seinem Tod am 04. Oktober 1941 in Bamberg.
Orgeldinger war u.a. Geistlicher Beirat des Bonifatiusringes in Nürnberg, Präses des Caritasvereins in Nürnberg (bis 1925) sowie Präses beim Katholischen Frauenbund in Bamberg (ab 1933). Darüber hinaus hat August Orgeldinger am "Lehrbuch der katholischen Religion für die oberen Klassen höherer Lehranstalten" mitgearbeitet.

Literaturhinweis

100 Jahre Neues Gymnasium Nürnberg. 1889-1989. Festschrift. Hrsg. im Auftrag der Freunde des Neuen Gymnasiums von Richard Klein, Donauwörth 1989 (v.a. S. 54) Wachter, Clemens: Chronik der Pfarrei St. Ludwig in Nürnberg von P. Gamelbert Maier, Nürnberg 1997 (= Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg Bd. 26)

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