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Vor 1818 / 21

Fürstbistum und Hochstift Bambergs

Archiv der Geistlichen Regierung des Hochstifts und Bistums Bamberg

Zu den bedeutenden historischen Beständen des Archivs gehören die Unterlagen der Geistlichen Regierung des Hochstifts und Bistums Bamberg aus der Zeit vor der Säkularisation von 1803. Der Bestand beinhaltet Bände (u.a. die sog. Vikariatsprotokolle über die Sitzungen des Fürstbischöflichen Vikariates), Akten und eine große Anzahl von Urkunden. Es handelt sich hierbei um Dokumente, welche nicht nur für die Diözesangeschichtsforschung, sondern auch für die lokale Kirchengeschichte einen hohen Quellenwert haben.

Die vorhandenen Dokumente beleuchten die geistlichen Entwicklungslinien des Bistums und seiner Pfarreien, geben aber auch Auskunft zur Bau- und Kunstgeschichte von Kirchen und Kapellen und deren Ausstattung. Sie zeigen das Wirken einzelner Pfarrer, sowie deren Auseinandersetzungen mit kirchlichen und weltlichen Behörden auf. Wer sich darüber hinaus mit der Diözesangeschichte nach der Säkularisation bis zur Ernennung des ersten Bamberger Erzbischofs 1817 befassen will, findet in den amtlichen Korrespondenzen und Protokolleinträgen reiches, bislang noch nicht umfassend ausgewertetes Quellenmaterial.

Archiv des Regierungspräsidiums des bischöflichen Generalvikariates, 1808 - 1821
Archiv des Consistoriums, 1627 - 1807

Abteilung "Criminalia"

Dieser Teilbestand des fürstbischöflichen Ehegerichts befaßt sich inhaltlich mit "Vergehen" im weitesten Sinne des Wortes. Er wurde bereits während der allgemeinen Ordnung des Diözesanarchives in den Jahren von 1924 bis 1926 durch Pfarrer Johannes Schlund angelegt, inzwischen neu verzeichnet und durch weiteres Aktenmaterial ergänzt. Obwohl Schlund bei der Anlage des Bestandes keine Rücksichten auf Provenienzen nahm, wurde dieser Bestand bei der Neuverzeichnung im wesentlichen in seiner ursprünglichen Zusammensetzung belassen. Infolge dessen beinhaltet er Akten der Ehegerichtsbarkeit der bischöflich-geistlichen Landesregierung, ihrer Nachfolgebehörde bis zur Neuformierung des Consistoriums nach der Säkularisation sowie vereinzelt auch Unterlagen des erzbischöflichen Ehegerichts von 1629 bis 1859. Gleichermaßen sind im Bestand Akten nicht nur aus dem Bistum Bamberg, sondern auch aus dem Gerichtsbereich des Bistums Würzburg enthalten. Letztere gelangten durch Abgabe nach der Neuordnung der bayerischen Kirchenprovinzen nach Bamberg. Das Findbuch verfügt über ein umfangreiches Register.

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