Studien zur Bamberger Bistumsgeschichte1000 Jahre Bistumsgeschichte sind Anlass genug, darüber nachzudenken, wie Ereignisse der Vergangenheit einem größeren Leserkreis zugängig gemacht werden können. Im Archiv des Erzbistums Bamberg wurde darum in Hinblick auf das im Jahr 2007 zu feiernde Bistumsjubiläum eine diözesangeschichtliche Schriftenreihe für das Erzbistum Bamberg gegründet. In ihr sollen Aufsatzsammlungen, Quellenpublikationen und Monographien zur Geschichte und Kultur des Bistums und Erzbistums veröffentlicht werden. Nach dem gelungenen Start mit dem 1. Band der Reihe am Heinrichsfest 2004 kann am 30. November 2004 der 2. Band der „Studien“ einer geschichtsinteressierten Leserschaft vorgestellt werden. Bestellung und KontaktArchiv des Erzbistums Bamberg Abt. Buchverlag Regensburger Ring 2 96047 Bamberg
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Band 1Stuckenberger, Peter: Gottesburgen. Kirchenbau unter Erzbischof Jacobus von Hauck 1912 – 1943. Bamberg 2004. Festeinband, ca. 540 S. ca. 300 teils farb. Abb. Preis 39,80 € zzgl. Versand. Der erste Band der neugegründeten Geschichtsreihe am Archiv des Erzbistums Bamberg befasst sich mit den 129 Kirchenbauten, die während des Episkopats von Jacobus von Hauck (1912 – 1943) errichtet wurden. 10 davon entstanden in der Diözese Würzburg 1922 – 1924 während seiner Administration des dortigen Bistums. Diese erstmalige umfassende Darstellung skizziert das Bauschaffen von Architekten und Baumeistern während eines regelrechten Kirchenbaubooms im Erzbistum. Werden 23 Kirchen ausführlich in Text und Bild vorgestellt, so präsentieren sich über 100 Kirchen und die Kapelle des Bamberger Priesterseminars in lexikalischer Darstellung. Kurzbiographien der Architekten, aus denen Fritz und Ludwig Fuchsenberger, Otho Orlando Kurz, Michael Kurz, Otto Schulz, Klemens Holzmeister, Georg Holzbauer, Fritz Mayer, Toni Schenk und Wilhelm Schmitz herausragen, runden das Werk ab. Die Arbeit des Kunsthistorikers Stuckenberger schließt eine Lücke in der Geschichte des Erzbistums Bamberg und der stilistischen und architektonischen Entwicklung des Kirchenbaus. Für eine wichtige Epoche des 20. Jh. leistet sie Grundlagenforschung, da sie nicht punktuell betrachtet, sondern unter überregionaler Schau einordnet und interpretiert. Weiterführende Detailstudien werden angeregt. Band 2Keller, Walter: Bamberg und Langheim. Die Sicherung der Landeshoheit zwischen Fürstbischof und Abtei im 18. Jahrhundert.Bamberg 2004. 496 S., zahlr. Abb., Karte, Festeinband, erscheint am 30.November 2004. Preis: 29,80 € (vergriffen, es ist keine Neuauflage geplant) Den Bezugspunkt der Arbeit bildet der sog. Haupt- und Nebenrezess, ein Vertrag von 1741/42 zwischen dem Fürstbistum Bamberg und der Zisterzienserabtei Langheim. Dieses innenpolitische Ordnungsprojekt, das von Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn (1674-1746), dem vormaligen Reichsvizekanzler, und Abt Stephan Mösinger (1697-1751), dem in Haßfurt geborenen Müllersohn, persönlich ausgehandelt worden ist, offenbart nicht nur Grundlegendes über die bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts gewachsenen Herrschaftsstrukturen des Hochstifts Bamberg, insbesondere der Landes-, Gerichts-, Jagd-, Ämter- und Dorfverfassung, im Verhältnis zur Zisterze Langheim. So werden auch die Verhandlungen zum Bau von Vierzehnheiligen geschildert und das Klosterdorf Mistelfeld in Bezug auf seine jüdische Bevölkerung vorgestellt. Den Feierlichkeiten und rechtlichen Kompetenzen nach dem Tod und bei der Wahl der Fürstbischöfe und Äbte von 1746 bis 1795 wird große Bedeutung beigemessen. Dem Juristen und Historiker Walter Keller gelingt es dabei eindrucksvoll, die juristische und geistige Auseinandersetzung zwischen Hochstift und Zisterze in all ihren Facetten auszuloten und in den Kontext der Reichs-, Landes- und Rechtsgeschichte einzubetten. Historisches und aktuelles, z. T. erstmals veröffentlichtes Bildmaterial – Portraits der Bischöfe und Äbte, Abbildungen der Zisterze Langheim und weiterer Sakral- und Profanbauten – gewährt ungeahnte Einblicke in das barocke Repräsentationsbedürfnis landständischen und höfischen Lebens in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Hochstift Bamberg. Band 3Das Bistum Bamberg um 1007. Festgabe zum Millennium. Bamberg 2006, 432 Seiten, 226 Abb., 14 Karten und Zeichnungen, Festeinband, fadengeheftet. Preis 44,80
Der Inhalt des Buches
Die Organisation des Bistums Bamberg Machilek, Franz: Das Protokoll der Frankfurter Synode vom 1. November 1007 und die Errichtung des Bistums Bamberg Soder von Güldenstubbe, Erik: Würzburg, das Mutterbistum von Bamberg und die Bistumsgründung 1007 Lengenfelder, Bruno: Die Bistümer Eichstätt und Bamberg um 1007/1016 Andraschke, Joachim: Die sogenannten 14 Slawenkirchen – Karolingische Missionskirchen im Regnitzgau (793-810) Jakob, Andreas: Die Martinskirchen in Franken. Eine Studie zur Vorgeschichte und Gründung des Bistums Bamberg Knörlein, Georg: Die Güterschenkungen Heinrichs II. im Forchheimer Umland 1007 und der Einfluß des Hochstifts in den Stiftungsorten bis zum Ende des Mittelalters Richter, Helmut: Bamberg und Fürth 1007 Diller, Stephan: Die Entwicklung Bambergs bis 1007 Bünz, Enno: Das Regnitzland um Hof im Hochmittelalter –„terra incognita“ zwischen den Bistümern Bamberg und Naumburg Flachenecker, Helmut: Die fränkischen Gaue im Blick auf das Bistum Bamberg Institutionen und Personen Schieffer, Rudolf: Die Anfänge des Bamberger Domkapitels Urban, Josef: Lebensbilder von Heinrich II. und Kunigunde Weiß, Dieter J.: Eberhard I. von Bamberg, Bischof und Kanzler, 1007-1040 Bamberger Besitzungen außerhalb des Bistums Tropper, Christine: Bamberg und Kärnten – Das erste Jahrhundert einer wechselvollen Geschichte Herbert W. Wurster: Babenbergensi ecclesie, que tunc in Bawaria potens erat. Das Bistum Bamberg im Bistum Passau Eberl, Immo: Das Bistum Bamberg und seine Abteien und Stifte in der Gründungszeit Gruber, Johann: Die Alte Kapelle in Regensburg und andere von Heinrich II. an das Bistum Bamberg übertragene Besitzungen im Regensburger Diözesansprengel Archäologische Bestandsaufnahme Urban, Josef: Entwicklungsstufen von Kirchenbauten am Beispiel der Pfarrkirche in Amlingstadt Wintergerst, Magnus: Bamberg um 1000 aus archäologischer Sicht Band 4Franz Kohlschein (Hg.): Columba Schonath OP. Berichte und Visionen einer Mystikerin aus dem Bamberger Dominikanerinnen-Kloster. Unter Mitarbeit von Ortrud Reber, Josef Urban und Birgit Wiedl. Bamberg, 2008, 624 S., 42 Abb., ISBN 978-3-9808138-7-7, Preis: 27,50 Euro zzgl. Versand Für die Dienerin Gottes, Sr. Columba Schonath aus dem Heilggrab-Kloster zu Bamberg, wird gegenwärtig das Seligsprechungsverfahren vorbereitet. Aus diesem Grunde wurden alle von Schwester Columba handschriftlich niedergeschriebenen über 101 Berichte und Visionen zusammengestellt und in drei Versionen gedruckt: Dem mundartlichen Text folgt eine Transkription in modernem Deutsch. Vorangestellt wird jeweils eine Einleitung, die jeden Text kurz erschließt. Beiträge über das Schicksal der Dokumente seit dem Tod Columbas 1787, ein Kurzporträt und Literaturhinweise mit Registern der Orte und Personen erschließen das Buch. Band 5Norbert Jung und Ortrud Reber (Hg.): Columba Schonath in der Sicht der Mitschwestern und der Geistlichen.(In Vorbereitung) Band 6Alwin Reindl: Vom Jugendpflegeverein zur Jugendbewegung. Die katholische jugend Bambergs in der Zeit der Weimarer Republik. Bamberg 2010. 304 S. zahlr. Abb., ISBN 978-3-9808138-8-6 Preis: 24,80 € zzgl. Versand. Das Buch befasst sich mit der katholischen Jugend Bambergs, soweit sie in den Marianischen Kongregationen, dem Gesellenverein, dem St. Heinrichs-Verein und der Jung-Merkuria vertreten war. Im Laufe der Zeit entwickelten sich auf der Basis der Pfarrei neben den Jungfrauenkongregationen die jüngeren Mädchenverein und die Jungend- und Jungmännervereine. So wird die katholische Jugendbewegung in Bamberg von der Gründung des Heinrichsvereines 1913 bis zur Entstehung der Pfarrjugend und bis hin zur Aktionsgemeinschaft mit den anderen Jugendverbänden Bambergs im Frühjahr 1933 dargestellt. Eingebettet ist diese Entwicklung in die Geschichte des katholischen Jungmännerverbandes Deutschlands. Band 7Rüdiger Feulner: EPISCOPALIS EST ZEULN. Pfarrei und Markt Makrtzeuln - Aspekte oberfränkischer Geschichte. Bamberg, 2010, 408 S., zahlr. teils farb. Abb. Preis: 42,50 € zzgl. Versand (Erscheint am 15.5.2010) Marktzeuln ist eine der ältesten Ortschaften am Obermain. Der Name „Zeuln“ bedeutet „Dickicht“ bzw. „Gesträuch“. Zeuln (Cylen) ist dementsprechend als Ansiedlung am Uferdickicht der Rodach zu bestimmen. Im Jahr 1070 wird Cylen erstmals urkundlich erwähnt. 1327 heißt es im Bamberger Urbar A im Hinblick auf die Grundherrschaft des Bamberger Bischofs entsprechend Episcopalis est Zeuln. Sämtliche Rechte, Titel und Privilegien werden Zeuln von den Fürstbischöfen von Bamberg, zu deren Staatswesen Zeuln von 1070 bis 1803 gehört, gewährt. Kirchlich privilegieren die Fürstbischöfe von Würzburg, zu deren Diözese Zeuln von 741 bis 1808 zählt, den Ort, indem Sie um 1330 den Bau einer eigenen Kirche erlauben und 1510 eine eigenständige Pfarrei errichten. In bayerischer Zeit (seit 1803) hat Zeuln, das seit 1811 amtlich Markt-Zeuln heißt, von 1818 bis 1827 den Rang einer städtischen Magistratsgemeinde. Kirchlich gehört die Zeulner St. Michaels-Pfarrei seit 1808 zur Diözese bzw. seit 1817 zur Erzdiözese Bamberg. 2010 kann Marktzeuln das 500-jährige Jubiläum der Errichtung der Pfarrei feiern. Weitere Bände in VorbereitungBand 8Das neue Bamberger Diözesanarchiv. Geschichte – Bestände – AufgabenVon 1998 bis Ende 2001 wurde ein neues Archivgebäude in geringer Entfernung zum Sitz der Bistumsleitung errichtet und damit der Maxime des CIC nach ordnungsgemäßer kirchlicher Archivführung entsprochen. Das geplante Buchprojekt befasst sich deswegen auch mit den zentralen Aufgaben des kirchlichen Archivwesens in der Erzdiözese und stellt die in den Magazinen vorhandenen Bestände seit 1178 vor. Umfassend wird der Leser zudem über die Geschichte des Bamberger kirchlichen Archivs und deren Leiter informiert. Ein weiteres Kapitel widmet sich der Architektur des neuen Archivgebäudes bis hin zur Kunst am Bau. Schließlich wird die Vorgeschichte des Bauplatzes hinsichtlich der Ausgrabungsergebnisse ebenso gewürdigt wie die Bedeutung der einst am Regensburger Ring bestehenden „Mayer’schen Gärtnerei“ und das auf dem Terrain entstandene „Wohngebiet Alte Mayer’sche Gärtnerei“. So verspricht der Band ein Meilenstein in der Kultur- und Behördengeschichte der Stadt und des Erzbistums Bamberg zu werden. Ammerich, Hans / Urban, Josef:Bischofsbriefe – Die Korrespondenz zwischen dem Speyerer Bischof Ludwig Sebastian und Jacobus von Hauck, Bamberg.Die beiden im Jahr 1943 gestorbenen Oberhirten haben neben ihrer amtlichen Korrespondenz auch Schreiben hinterlassen, in denen amtliche und private Themen gleichermaßen angesprochen werden. Die über 200 Briefe gewähren einen Einblick in Fragestellungen des kirchlichen Lebens und der Politik und charakterisieren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus beiden Bistümern. Die Edition wird ein wichtiger Beitrag zur fränkisch-pfälzischen Kirchengeschichte der Neuzeit. 
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