SakramenteTaufeDie Taufe ist das erste und grundlegendste Sakrament. In der Taufe wird der Mensch in die Gemeinschaft der Christ/innen aufgenommen. Das ist für alle ein Grund zur Freude und deshalb ist es gut, wenn viele Gemeindemitglieder bei der Feier dabei sind. Die Taufe soll normalerweise an einem Sonntag gespendet werden, am Tag der Auferstehung Christi. Denn die Taufe ist für Christ/innen wie die Auferstehung zu einem neuen veränderten leben, einem Leben mit Gott und mit Christus. Symbole bei der TaufeDie Taufkerze, die den Eltern bei der Taufe überreicht wird, wird an der Osterkerze entzündet. Auch dies ist ein Zeichen dafür, dass wir durch Christus zu einem neuen und ewigen Leben "auferstanden" sind. Licht macht hell und das will Christus in unserem Leben erreichen. Das weiße Taufkleid drückt Feierlichkeit und Freude aus. Christus nennt es in einem Gleichnis das hochzeitliche Gewand. Übrigens kommt auch der Name "Weißer Sonntag" nicht von den weißen Kleidern der Erstkommunionkinder, sondern von den Taufkleidern, die in vergangener Zeit von den erwachsenen Getauften von Ostern bis zum 1. Sonntag nach Ostern getragen wurden. Der Täufling wird mit Chrisam gesalbt, einem Öl, das der Bischof in der Karwoche weiht. In alter Zeit wurden mit Chrisam Könige, Priester und Propheten gesalbt. Die Salbung bedeutet: Mit Kraft und Würde soll der Mensch sein Amt ausüben. Die Wörter Chrisam und Christus werden vom selben griechischen Begriff abgeleitet: Christus heißt: "der Gesalbte". Das wichtigste bei der Taufe ist das Wasser. Wasser reinigt, sprudelt und belebt. Wasser ist für uns Menschen und für die ganze Schöpfung lebensnotwendig. Vieles, was wir über das Wasser sagen, trifft auch auf das Sakrament der Taufe zu. Mit der Taufe eines Menschen vergibt Gott ihm alle Schuld, er reinigt ihn. Dieses Sakrament soll uns Menschen zu lebendigen, vor Freude sprudelnden Christen machen. Wasser ist aber gleichzeitig ein Zeichen des Lebens und des Todes. Denn es kann auch Leben zerstören. Bei Überschwemmungen geht alles Lebendige unter, ohne Wasser vertrocknet alles Leben. Taufe in der OsternachtDie Weihe des Taufwassers erfährt in der Osternacht seinen Vollzug. Dieses Osterwasser wird zur Taufe und anderen Segnungen verwendet. In der Osternacht tritt auch die Taufe in den Vordergrund. Durch die Taufe werden wir mit Christus begraben und auferweckt, gehen vom Tod zum Leben hinüber und überwinden die Sünde. Die Eingliederung in die Kirche, die in mehreren Schritten erfolgt (Initiation), wird in der Osternacht neben der Taufe auch mit Erstkommunion und Firmung gefeiert. Durch die Tauferneuerung in der Osternacht erfahren wir die bleibende Treue Gottes und betonen, dass die Taufe nicht nur ein punktuelles Erlebnis ist, sondern ständiger Erinnerung bedarf. (auszugsweise Artikel aus Werkbrief Georg Böllner-John, Bamberg) PraxistipEinige Wochen vor der Taufe setzen Sie sich mit dem Pfarrbüro in Verbindung, um einen Tauftermin zu vereinbaren. Zur Anmeldung nehmen Sie bitte die Geburtsurkunde des Kindes, Ihren kirchlichen Trauungsschein oder die standesamtliche Heiratsurkunde und Ihren Taufschein mit. Vor der Taufe des Kindes findet ein Taufgespräch statt. Es wird dabei über den Sinn der Taufe und die Gestaltung der Feier gesprochen. Kinder können auf Wunsch ihrer Eltern und Erziehungsberechtigten getauft werden. Erwachsenentaufe: Wer alt genug ist, kann auf Wunsch und nach einer Zeit der Vorbereitung getauft werden. Veröffentlichungen zum TaufgedächtnisWerkbuch "Wort-Gottes-Feier" , herausgegeben von den Liturgischen Instituten Deutschlands und Österreichs, Trier 2004, unter "Zeichenhandlungen - Taufgedächtnis, S. 186-189. Eine liturgische Handreichung zu einer ökumenischen Tauferinnerungsfeier ist im Ökumenereferat des Erzbistums zu beziehen. Bestelladresse Handreichung Dort, wo das Evangelium es vom Thema oder Inhalt nahelegt, kann die versammelte Gemeinde zum Taufgedächtnis, das das Wort Gottes als Zeichenhandlung entfaltet, eingeladen werden. Eine Vorlage hierfür ist auch zu finden in der Arbeitshilfe für die Gottesdienstbeauftragten der Erzdiözese Bamberg ( unter 5.2) oder vom Deutschen Liturgischen Institut, Trier, Taufgedächtnis-Gottesdienst, Wasser in der Wüste. Eine Taufvesper am Ostersonntag ist unter 6.1 in der oben erwähnten Arbeitshilfe. Mehr Infos? Weitere Informationen zu Themen "Warum Taufe der Kinder?" , "Die Feier der Kindertaufe", Lieder zur Tauffeier", "Vorbereitung und Gestaltung des Tauftages", "Der Namenstag des Kindes", "Gebete der Eltern für ihr(e) Kind(er), "Grunderfahrung des Glaubens in der Familie" unter dem Stichwort Sakramente erzbistum-muenchen. Gebete
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