Schulreferat der Erdiözese BambergMentorat/Spirituelle Begleitung von LehrkräftenWie können spirituelle Angebote Lehrerinnen und Lehrer unterstützen?1. Wunsch nach spiritueller BegleitungIm Schulalltag werden Religionslehrer nicht nur in ihrer fachlichen Kompetenz, sondern auch in ihrem Glauben gefordert. Sie benötigen daher Quellen, aus denen sich ihre eigene Spiritualität nähren kann. Das kann ihnen Rückhalt geben, um weiter mit innerer Überzeugung und Begeisterung die Frohe Botschaft zu verkünden. Religionslehrerinnen und Religionslehrer "benötigen Zeiten und Orte, die es ihnen ermöglichen, auf Distanz zum beruflichen Alltag zu gehen und aus der Distanz heraus ihr berufliches und persönliches Leben in den Blick zu nehmen und für sich persönlich tragfähige Antworten auf neue Herausforderungen ihres Glaubens zu finden." (Die deutschen Bischöfe, "Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen", Feb. 2005, 35f) 2. Bedeutung der Reflexion und Förderung des eigenen GlaubensReligionslehrerinnen und -lehrer sind nicht nur religiöse Menschen, sie unterrichten Religion auch als schulisches Unterrichtsfach. Das derzeitige Konzept des Religionsunterrichts gemäß "Gemeinsame Synode der deutschen Bistümer: Der Religionsunterricht in der Schule" (Würzburg 1975) beschreibt konkrete Erwartungen an die Religionslehrerinnen und -lehrer: Religionslehrer müssen sensibel sein für die religiöse Dimension der Wirklichkeit, Religionslehrer brauchen Sach- und Methoden-Kompetenz, sie müssen pädagogisch didaktisch versiert sein und einen "existenziellen Bezug" zur Sache haben, Religionslehrer sollen die Sache des Evangeliums und der Kirche zu ihrer eigenen machen, Religionslehrer brauchen die Kirche als Kommunikationsbasis für ihr Glaubensleben, Religionslehrer sollen kritisch solidarisch mit ihren Schülern und ihrer Welterfahrung sein und auch im Kollegium ihre Rolle vertreten.
Dies verlangt eine besonders reflexive Haltung zum eigenen Glauben und die Entwicklung einer tragfähigen Spiritualität. 
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