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Erzbistum legt wieder ausgeglichenen Haushalt vor

Haushalt 2006 mit 119,5 Millionen Euro veranschlagt; mehr als 10 Millionen weniger als im Vorjahr; 86,5 Prozent der Konsolidierungsvorgaben erreicht

Standen den anwesenden Pressevertretern zum Jahreshaushalt 2006 des Erzbistums Bamberg Rede und Antwort: Friedrich Teufel, Mitglied des Diözesansteuerausschusses (2. v. l.); Prälat Herbert Hauf, Finanzdirektor des Erzbischöflichen Ordinariats Bamberg (3. v. l.); Mathias Vetter, Leiter der Revisionsabteilung und stellvertretender Finanzdirektor (2. v. r.). Links im Bild zu sehen: Elke Pilkenroth, die Pressesprecherin des Erzbistums Bamberg.
Standen den anwesenden Pressevertretern zum Jahreshaushalt 2006 des Erzbistums Bamberg Rede und Antwort: Friedrich Teufel, Mitglied des Diözesansteuerausschusses (2. v. l.); Prälat Herbert Hauf, Finanzdirektor des Erzbischöflichen Ordinariats Bamberg (3. v. l.); Mathias Vetter, Leiter der Revisionsabteilung und stellvertretender Finanzdirektor (2. v. r.). Links im Bild zu sehen: Elke Pilkenroth, die Pressesprecherin des Erzbistums Bamberg.
Bamberg. (bbk) Einen gegenüber dem Vorjahr erneut spürbar reduzierten und nach 2002 erstmals wieder ausgeglichenen Haushalt hat der Diözesansteuerausschuss des Erzbistums Bamberg für 2006 beschlossen. Der neue Haushalt der Erzdiözese umfasst eine Gesamtsumme von 119, 5 Millionen Euro. Das sind rund 10,4 Millionen Euro oder 8 Prozent weniger als 2005. Erstmals seit 2002 müssen keine Rücklagen entnommen werden. Betrachtet man das von der Ordinariatskonferenz verfolgte Ziel, das Ausgabenvolumen der Erzdiözese - bezogen auf den Haushaltsansatz 2004 (138,2 Mio Euro) - möglichst bis zum Jahr 2007 auf 115, 7 Millionen Euro abzusenken, so werden nach den Hochrechnungen im Jahr 2006 ungefähr 86, 5 Prozent der Vorgabe erreicht sein.

Finanzdirektor Prälat Herbert Hauf dankt bei der Vorstellung des Haushaltes den Katholiken, die mit der Zahlung der Kirchensteuer die finanzielle Grundlage für die Bewältigung der vielfältigen Aufgaben des Erzbistums Bamberg in Seelsorge, Caritas und darüber hinaus legten.

Durch die konsequente Umsetzung der Konsolidierungsmaßnahmen sowie auf Grund der geringeren negativen Auswirkung bei den Kirchensteuereinnahmen konnte im Jahr 2005 die Entnahme aus der Haushaltsrücklage bereits auf 9,6 Mio Euro begrenzt werden. Im laufenden Haushalt sollen erstmals seit drei Jahren keine Rücklagen mehr entnommen werden. Damit wird das Ziel des ausgeglichenen Haushalts ein Jahr früher erreicht als erwartet.

Ausgaben
Der größte Anteil bei den Ausgaben fällt auf die Seelsorge (pfarrliche und kategoriale Seelsorge) mit 64 Mio Euro. Für Soziale Dienste wie Caritas-Verbände, Kindertagesstätten und Altenheime sind 14,4 Mio Euro vorgesehen, für Schule, Bildung und Wissenschaft werden 14 Mio Euro veranschlagt. Für gesamtkirchliche Aufgaben wie die Unterstützung von Hilfswerken und für die Mission stellt die Erzdiözese Mittel in Höhe von 8,6 Mio Euro bereit.

Kirche ohne Menschen ist nicht vorstellbar. In der Seelsorge, in den sozialen Diensten, in Caritas, Bildung und allen anderen Bereichen bilden Mitarbeiter die Grundlage des Einsatzes. Die Personalausgaben machen auch im Jahr 2006 mit 75,4 Mio Euro (60 %) den Löwenanteil der Ausgabenseite aus. Dazu kommen Investitionen zur Erhaltung der Bausubstanz, Sachausgaben, Betriebsausgaben und Zuschüsse.

Einnahmen
Den größten Anteil der Einnahmen erbringen die Katholiken des Erzbistums durch die Kirchenlohn- und Kircheneinkommenssteuer in Höhe von mehr als 105 Mio Euro (88 %). Darüber hinaus kommen noch Allgemeine Staatsleistungen und Einnahmen aus Zinsen und Pfründen dazu.