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Festkreise

1. Festkreis

a) Seit dem 2. Jahrhundert wird ein Sonntag intensiver gefeiert, das Jahrespascha, das Osterfest (=Herzmitte).
b) Seit der Mitte des 2. Jahrhunderts entstehen auch die jährlichen Gedächtnisfeiern der Märtyrer, Apostel und übrigen Heiligen (vgl. SC 104). Im 3. und 4. Jahrhundert wird diese Festfeier auf fünfzig Tage ausgedehnt und eine Vorbereitungszeit von vierzig Tagen vor geschaltet. Auch das Triduum wird eingeführt: Den einzelnen Tagen Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern wird ein Teilthema zugewiesen, aber als ein großes Fest gefeiert.

2. Festkreis

Erst das Bekenntnis der Kirche zum Sieger Christus, zum gleich wesentlichen Gottessohn, dem Imperator und Cäsar, führt zu einer weiteren Festzeit (4. Jahrhundert): im Osten zur Epiphanie, zur Erscheinung des Herrn, im Westen zum Weihnachtsfest. Bald wird diese Zeit der ersten nachgebildet, ebenfalls mit einer eigenen Vorbereitungszeit, dem Advent. Zeitgleich entstehen auch die ersten Marienfeste.

3. Ideenfeste

Seit dem Mittelalter bilden sich aus der frommen Vorliebe für spezielle Glaubensaspekte zahlreiche Ideenfeste, z. B. das Dreifaltigkeitsfest, das Fronleichnamsfest, etc. Jüngstes „Ideenfest“ ist wohl das Dreikönigsfest, das im Jahr 1925 von Papst Pius XI. eingeführt wurde: Christus ist Herr der Welt und des ganzen Kosmos, der die Zeit in seinen Händen hält.

4. Sonntage im Jahreskreis

Die 34 Sonntage im Jahreskreis füllen die übrige Zeit im Jahreskreis (zwischen Taufe des Herrn und Aschermittwoch und zwischen Pfingsten und dem ersten Adventssonntag). Sie sind der Alltag im Kirchenjahr, gegliedert in drei Lesejahre A (Matthäus), B (Markus), C (Lukas).