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Lebenstafel von 2001 bis 2005

  • 06.01.2001
    Der Papst schließt die Heilige Pforte im Petersdom und beendet mit einem "Te Deum" das Heilige Jahr. Er unterzeichnet das Apostolische Schreiben "Novo Millennio Ineunte" (Zum Beginn des dritten Jahrtausends).
  • 21.01.2001
    Johannes Paul II. ernennt 37 neue Kardinäle, darunter die Deutschen Walter Kasper und Leo Scheffczyk.
  • 28.01.2001
    Der Papst ernennt sieben weitere Mitglieder des "Heiligen Kollegiums", darunter den Erzbischof von Paderborn, Johannes Joachim Degenhardt (gestorben am 25. Juli 2002), und den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Karl Lehmann.
  • 04.-09.05.2001
    Bei einer Pilgerreise nach Griechenland, Syrien und Malta entschuldigt sich der Papst in Athen für die Verbrechen der Kreuzritter im Jahr 1204. In Damaskus besucht Johannes Paul II. als erster Papst eine Moschee.
  • 11.01.2002
    Errichtung von vier römisch-katholischen Bistümern in Russland mit Moskau als Metropolitan-Sitz. Scharfe Proteste der Orthodoxie und restriktive Maßnahmen der Behörden, die am 19. April in der Ausweisung des polnischstämmigen Bischofs im russischen Irkutsk, Jerzy Mazur, gipfeln, sind die Folge.
  • 24.01.2002
    Als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 kommen auf Einladung von Papst Johannes Paul II. im italienischen Assisi
    Geistliche verschiedener Weltreligionen zu einem gemeinsamen Friedensgebet zusammen.
  • 08.03.2002
    Der Limburger Bischof Franz Kamphaus beugt sich der schriftlichen Forderung von Papst Johannes Paul II., aus der staatlichen Schwangerenkonfliktberatung auszusteigen.
  • 24.03.2002
    Zum ersten Mal seit 23 Jahren kann der Papst das Hochamt am Palmsonntag nicht selbst zelebrieren.
  • 23.04.2002
    Vor dem Hintergrund zahlreicher Skandale um den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen durch Geistliche unterstreicht der Papst bei einem Krisengipfel mit der US-Kirchenführung im Vatikan, dass es in der Kirche keinen Platz für pädophile Priester gibt.
  • 16.06.2002
    Vor hunderttausenden Gläubigen spricht Johannes Paul II. in Rom den italienischen Mönch Padre Pio (1887-1968) heilig. Der vom Volk sehr verehrte Kapuziner war zu Lebzeiten mit blutenden Wundmalen - ähnlich den Kreuzigungswunden Jesu Christi - stigmatisiert.
  • 23.07.-02.08.2002
    Elftägige Reise durch Kanada, Guatemala und Mexiko.
    In Mexiko erste Heiligsprechung eines Indios (Juan Diego Cuauhtlatoatzin) in der Kirchengeschichte.
  • 06.10.2002
    Johannes Paul II. spricht den spanischen Priester José Maria Escrivá de Balaguer, Gründer der Vereinigung "Opus Dei" (dt.: Werk Gottes) heilig.
  • 16.10.2002
    Der Papst veröffentlicht am 24. Jahrestag seiner Wahl das Apostolische Schreiben "Rosarium Virginis Maria" und verkündet zum Beginn des "Jahr des Rosenkranzes" die erste Änderung des traditionellen Gebetes seit 1569: Künftig gehören zum Rosenkranz auch fünf "lichtreiche" Geheimnisse.
  • 06.03.2003
    Johannes Paul II. veröffentlicht den Gedichtband "Das Römische Triptychon" - es ist der erste seit Beginn seines Pontifikats. Vor 1978 waren bereits fünf Bücher mit Gedichten von Karol Wojtyla erschienen. Innerhalb eines Jahres werden 600.000 Exemplare des "Triptychon" verkauft, das Buch soll in 21 Sprachen übersetzt werden.
  • 17.04.2003
    Der Papst verbietet in seiner 14. Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" den Katholiken die Teilnahme am protestantischen Abendmahl, um nicht einer "Zweideutigkeit über die Natur der Eucharistie Vorschub" zu leisten.
  • 05.06.2003
    Johannes Paul II. reist nach Kroatien. Es ist die 100. Auslandsreise des Heiligen Vaters.
  • 31.07.2003
    Die Glaubens-Kongregation unter Leitung von Kardinal Joseph Ratzinger veröffentlicht mit Einverständnis des Papstes ein Dokument über "Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen" und fordert Gläubige und katholische Politiker darin zum Widerstand gegen die Homo-Ehe auf.
  • 16.10.2003
    Johannes Paul II. feiert den 25. Jahrestag seiner Wahl zum Papst und unterzeichnet ein Dokument zum Bischofsamt mit dem Titel "Pastores gregis" (Hirten der Herde)
  • 19.10.2003
    Der Papst spricht die Ordensgründerin Mutter Teresa selig.
    300.000 Gläubige aus aller Welt feiern mit ihm auf dem Petersplatz Gottesdienst.
  • 21.10.2003
    Johannes Paul II. ernennt 31 neue Kardinäle. 30 von ihnen überreicht er auf dem Petersplatz den roten Kardinalshut, den Namen des 31. Kardinals behält er für sich.
  • 25.11.2003
    Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik schickt der Vatikan einen deutschen Geistlichen als Botschafter nach Berlin: Johannes Paul II. ernennt Erzbischof Erwin Josef Ender zum neuen Nuntius in Deutschland. Ender wird Nachfolger von Erzbischof Giovanni Lajolo.
  • 24.03.2004
    Johannes Paul II. wird für seine Verdienste um den europäischen Integrationsprozess mit dem außerordentlichen Karlspreis ausgezeichnet.
  • 21.04.2004
    Der Vatikan veröffentlicht das mit Spannung erwartete Dokument "Redemptionis Sacramentum" (Sakrament der Erlösung). Darin werden "missbräuchliche Praktiken" in Gottesdiensten scharf kritisiert.
  • 18.04.2004
    Am 84. Geburtstag von Johannes Paul II. erscheint "Auf, lasst uns gehen!", der zweite Teil seiner Autobiografie. Der erste Teil, "Geschenk und Geheimnis" (1996), wurde weltweit bisher 20 Millionen Mal verkauft.
  • 14.08.2004
    Der Papst pilgert zum französischen Marien-Wallfahrtsort Lourdes. Anlass ist die Verkündung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis vor 150 Jahren.
  • 05.09.2004
    Johannes Paul II. spricht unter dem Jubel von 250.000 Gläubigen im italienischen Marienwallfahrtsort Loreto drei Mitglieder der "Katholischen Aktion" selig.
  • 16.10.2004
    Johannes Paul II. feiert sein 26. Pontifikatsjubiläum.
  • 01.02.2005
    Johannes Paul II. wird mit einer Grippeinfektion und einer akuten Kehlkopfentzündung ins Krankenhaus gebracht. Nach zehntägiger Behandlung wird er entlassen.
  • 24.02.2005
    Wegen eines Grippe-Rückfalls wird der Papst wieder ins Krankenhaus eingeliefert. Wegen akuter Atemprobleme wird er operiert und bekommt einen Luftröhrenschnitt. Am 13. März verlässt er die Klinik.
  • 24.-30.03.2005
    Erstmals nahm Johannes Paul II. nicht persönlich an den Osterfeierlichkeiten teil, sondern ließ sich von Kurienkardinälen vertreten. Das katholische Kirchenoberhaupt spendete am Ostersonntag zwar den Segen "Urbi et orbi", doch gelang es ihm dabei nicht zu sprechen.
  • 02.04.2005
    Papst Johannes Paul II. stirbt im Vatikan in Rom.

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