Aktuelles | Kandidaten | Propädeutikum | Ausbildung | Priester sein | Leitung | Das Haus
Boxbild
  Druckversion   Seite versenden

Sebastian Schwertfeger
Schwertfeger

Name:
Sebastian Schwertfeger
Jahrgang:
1979
Heimatstadt
Hennigsdorf

Und damit endet eigentlich schon der „normale“ Lebenslauf. Aufgewachsen in Osten Deutschlands, war Kirche und Glaube in meiner Kindheit nicht Bestandteil des alltägliches Lebens, wohl aber ein liebendes und auf gegenseitige Achtung bedachtes Elternhaus.
Als Jugendlicher entschied ich mich, nach einer langen Zeit des Nachdenkens, zur Taufe. Allerdings zunächst evangelisch. Trotzdem ich einige Jahre damit lebte, fehlte mir dennoch etwas. Christsein war passend, aber warum sollte ich als Christ auf die Fülle der Sakramente verzichten? Warum sollte ich auf eine Liturgie verzichten, die einen Vorgeschmack auf das Himmlische bietet? Warum sollte ich verzichten auf...? Nachdem ich darauf keine (für mich) rationale beziehungsweise nachvollziehbare Begründung finden konnte und nach einigen Gesprächen mit (katholischen) Freunden, konvertierte ich und wurde katholisch. Ich hatte gefunden, was mir fehlte - im Glauben zu Hause! Zu dieser Erkenntnis gelangte ich allerdings erst als Erwachsener. Nun, es ist nie zu spät.
Aber damit nicht genug! Bei einem Gespräch mit Freunden über den Weg der Nachfolge als Priester, wurde mir klar, dass ich eigentlich nicht mehr nach dem Grund fragte, warum jemand Priester werden will, sondern nur noch dem „Wie macht man das?“. Wenn also das „Warum?“ für mich schon geklärt war, warum sollte ich dann nicht auch den Schritt wagen? Jedoch begann mit der Erkenntnis erst einmal ein Hineinwachsen in einen Glaubensleben. So einfach war das mit dem „geklärten Warum“ also doch nicht. Je mehr ich aber mich mit dem Leben der Nachfolge, mit den Herausforderungen und auch der Freiheit, trotz alle Gebundenheit, auseinander setzte, desto größer wurde die Sehnsucht danach.
Bis dahin war mein Lebenslauf eigentlich von klaren, rationalen Schritten gelenkt. Schon als Student der Sozialwissenschaften arbeitete ich unter anderem für einen Abgeordneten des Deutschen Bundestages, war Tagungs- und Seminarleiter für eine politische Stiftung, war politische und sozial in meiner Heimatstadt engagiert etc. Nach dem Studium arbeitet ich mehrere Jahre für eine junge, aufstrebende englischsprachige Hochschule in Berlin. Doch immer mehr zog es mich auf den Weg, den ich nunmehr eingeschlagen habe: Mein Leben ganz in SEINEN Dienst zu stellen, ist ein wunderbares Geschenk. Aber dieser Weg ist nicht zu gehen, ohne andere Menschen, die einem auf dem Weg begegnen, begleiten und leiten. Daher bin ich sehr dankbar, hier im propädeutischen Jahr, den Weg mit anderen zusammen gehen zu dürfen und bin gespannt, was hinter der nächsten Kurve wartet.

sebastian.schwertfegerps-bamberg.de